Erstmalig ist mit R. STAHL ein Hersteller Gastgeber der IEC-Normentagung

Unternehmen hat führende Rolle im Explosionsschutz

Als erster Hersteller überhaupt richtet der Explosionsschutz-Spezialist R. STAHL die Konferenz des IEC/TC 31 aus. Dieses „Technical Committee“ der International Electrotechnical Commission tagt vom 25. März bis 5. April 2019 in Waldenburg und befasst sich mit der Ausarbeitung und Aktualisierung internationaler Normen im Explosionsschutz. Diese IEC-Normen bilden neben den EU-weit verbindlichen ATEX-Richtlinien die wichtigsten Grundlagen für die Hersteller elektrischer und nicht-elektrischer Geräte zum Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichensowie für Betreiber von Anlagen in diesen Bereichen. Aktuell sind 40 Nationen aus allen Teilen der Welt Mitglied im TC 31.

Am Ziel der IEC, weltweit einheitliche Normen im Explosionsschutz zu etablieren, wirkt R. STAHL seit Langem in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien und Ausschüssen mit. Der Hersteller greift auf außergewöhnlich vielfältige Erfahrungswerte aus der Entwicklung und Fertigung innovativer explosionsgeschützter Produkte zurück. Mit diesem Wissen wirkt R. STAHL darauf hin, dass auch neue Vorgaben und Normen praxisgerecht technisch gut umsetzbar bleiben und Prüfverfahren sowohl gründlich und sicher als auch möglichst effizient gestaltet werden können. Auf der Fachtagung bringt sich das Unternehmen mit acht seiner Experten in verschiedenen Arbeitsgruppen ein, die sich mit der Novellierung der geltenden Ex-Schutz-Normen für elektrische Geräte und Installationen befassen.

Während dieser Konferenz tagt auch die Chairman’s Advisory Group (CAG). Hier werden alle Entscheidungen bezüglich der Normen und Arbeitsgruppen vorbereitet und anschließend im Plenum des TC 31 entschieden.  Die Mitgliedschaft in dieser CAG ist auf die „Convenors“ der Sub-Komitees, Maintenance Teams und Arbeitsgruppen limitiert. Seitens R. STAHL sind in dieser Gruppe Manfred Kaiser, Brad Zimmermann, Falk Thürmer und Otto Walch. Die im TC 31 erstellten Normen werden auf IEC-Ebene im IECEx-System für die Konformitätsbewertung verwendet. Vorsitzender des IECEx-Systems ist seit 2014 Prof. Dr. Thorsten Arnhold, Bereichsleiter Technologie bei R. STAHL. Überdies zählt R. STAHL aufgrund seiner umfassenden Expertise zum kleinen Kreis von Unternehmen, die – in Kooperation mit dem TÜV Rheinland – Schulungen nach dem IECEx-Kompetenzschema (CoPC) für im Ex-Schutz-Bereich eingesetzte Fachkräfte durchführen dürfen.

 

IEC will weltweit einheitlichen Schutz vor Explosionsgefahren

Explosionsgefahren gibt es in unterschiedlichsten Bereichen – von der Raffinerie bis zur Getreidemühle. Viele Luft-Gas-Gemische und auch feine Staubpartikel in der Luft sind durch Funken entzündbar. Für solche Funken gibt es eine Vielzahl von Zündquellen. Mit bestimmten Vorsichtsmaßnahmen kann man sie unwirksam machen. Nach schweren Unfällen vor allem im Bergbau und in der Chemieindustrie gibt es in Industriestaaten deshalb schon seit rund hundert Jahren nationale Vorschriften und Normen zum wirksamen Schutz vor Explosionen. Solche Bestimmungen wurden in der Europäischen Union ab 1994 vereinheitlicht.

Es existieren aber noch immer zahlreiche verschiedene Normensysteme mit gesonderten Zertifizierungspflichten für einzelne Länder oder Wirtschaftsregionen. Wenn zum Beispiel Maschinen eines deutschen Herstellers auch nach Nord- oder Südamerika und nach Indien, China, Japan und Südkorea geliefert und dort in Anlagen mit explosionsgefährdeten Bereichen betrieben werden sollen, müssen viele verschiedene Prüf- und Zertifizierungsverfahren absolviert werden. Das ist umständlich, kostspielig und zeitaufwändig. Deshalb arbeitet die IECEx-Organisation unter dem Dach der International Electrotechnical Commission (IEC) schon seit 1996 an einem einheitlichen Zertifizierungssystem für Geräte und Anlagen zum Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen. Hierfür müssen dann auch weltweit geltende IEC-Normen erstellt werden. Dies ist die Aufgabe des Technischen Komitees TC 31 der IEC, das jetzt in Waldenburg tagt.


Interview mit R. STAHL Mitarbeiter Otto Walch, Mitglied der Chairmans's Advisory Group.

 

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