Ex Nachhaltigkeit ökologische Verantwortung R. STAHL

Nachhaltigkeit

R. STAHL schützt Mensch und Natur

Unser modernes Leben wäre ohne fossile Rohstoffe wie Öl und Erdgas und deren industrielle Nutzung nicht möglich. Die Gewinnung und weitere Verarbeitung dieser Rohstoffe ist ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen jedoch mit lebensbedrohenden Gefahren für Menschen und Ökosysteme verbunden. Das Gleiche gilt auch für viele weitere brennbare Gase, Flüssigkeiten und Stäube.

Die Produkte und Lösungen von R. STAHL sorgen dafür, Explosionen und Bränden vorzubeugen sowie das mit der Herstellung und Verarbeitung von brennbaren Gasen, Flüssigkeiten und Stäuben verbundene Gefahrenpotenzial zu minimieren. So schützen wir Mensch und Natur. Diesem Anspruch fühlen wir uns auch bei der Gestaltung unserer internen Prozesse und Handlungen verpflichtet. Wir orientieren uns daher stets an ökologischen sowie sozialen und gesellschaftlichen Kriterien. Dabei legen wir größten Wert auf einen respektvollen Umgang mit der Umwelt sowie auf gute Beziehungen zu unseren Stakeholdern, allen voran unseren Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Aktionären.

Die Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern ist uns sehr wichtig. Als produzierendes Unternehmen ist für uns dabei insbesondere die Arbeitssicherheit von hoher Bedeutung. Auch unseren Kunden gegenüber, die uns im Rahmen ihrer eigenen Nachhaltigkeitsberichterstattung als Zulieferer überprüfen, qualifizieren wir uns aufgrund unserer Gewissenhaftigkeit als zuverlässiger Partner. So handelt es sich bei den jährlich ca. 180 Kundenschulungen zu einem großen Anteil um Sicherheits- und Explosionsschutz-Trainings.

Im Jahr 2016 wurde unser Arbeitsschutz-Management-System an unserem größten Standort in Waldenburg erneut im Rahmen eines alle drei Jahre stattfindenden Audits der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) uneingeschränkt zertifiziert. Mit 16,4 meldepflichtigen Arbeitsunfällen je 1.000 Versicherte, bei denen in keinem Fall schwerwiegende Verletzungen zu verzeichnen waren, lag die Unfallquote wie auch schon in der Vergangenheit unter dem durch die BG ETEM ermittelten Branchendurchschnitt.

Mit dem Ziel, die Häufigkeit meldepflichtiger Arbeitsunfälle weiter auf geringstmöglichem Niveau zu halten, betrachten wir die Sicherheitsgrundunterweisung neuer Mitarbeiter als ebenso wichtig wie das Angebot jährlicher Sicherheitstrainings und kontinuierlicher Sicherheitsbegehungen. Um für einen dennoch auftretenden Unfall gut vorbereitet zu sein, bieten wir alle zwei Jahre Ersthelfer-Trainings an. Derzeit sind 18 % der Mitarbeiter bei R. STAHL ausgebildete Ersthelfer, was den gesetzlich geforderten Rahmen von 10 % deutlich übersteigt.

Neben den Fragen der Arbeitssicherheit betreiben wir eine Vielzahl von Aktivitäten, um für unsere Mitarbeiter ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Ziel ist es, die Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter auch für die Zukunft zu erhalten und zu fördern. So können R. STAHL-Mitarbeiter flexible Arbeitszeitmodelle für eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf nutzen. Auch bieten wir ein breites Spektrum an sportlichen Aktivitäten im Rahmen unseres Betriebssportprogramms an, das im Jahr 2018 sein 60-jähriges Bestehen feiert. Ein weiterer Eckpfeiler unseres Gesundheitskonzepts ist die intensive betriebsärztliche Betreuung und Angebote zu kostenlosen Grippe-Schutz-Impfungen. Mittels eines umfangreichen Weiterbildungskonzepts tragen wir zu einem hohen Qualifikations- und Motivationsgrad unserer Mitarbeiter bei. Dieses beinhaltet interne und externe Schulungen zum Explosionsschutz, Fortbildungen auf verschiedenen IT-Feldern, Führungskräfte-Trainings sowie Sprachkurse und Kompetenztrainings. Die Teilnahme an diesen Schulungsmaßnahmen erfolgt in Absprache mit dem jeweiligen Vorgesetzten und wird im Nachgang evaluiert.

Code of Conduct und Konfliktrohstoffe

Unsere Sicht über die Bedeutung nachhaltigen Handelns wird von führenden Industrieverbänden geteilt. So hat der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) einen branchenweiten Verhaltenskodex für gesellschaftliche Verantwortung, gute Arbeitsbedingungen sowie Sozial- und Umweltverträglichkeit unserer Branche erarbeitet. Diesem Kodex fühlt sich auch R. STAHL verpflichtet.

Als produzierendes Unternehmen der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie bezieht R. STAHL Rohstoffe unterschiedlichster Art und Herkunft. In unseren Fertigungsprozessen und Produkten kommen dabei auch metallische Materialien zum Einsatz, darunter Tantal, Zinn, Wolfram und Gold, die überwiegend mittels Verhüttungsverfahren aus Erzen gewonnen werden. In einigen wenigen Regionen der Welt besteht die Gefahr, dass die aus dem Abbau solcher Erze oder von Gold erlangten Mittel für die Finanzierung bewaffneter Konflikte verwendet werden können. Die Möglichkeiten der Rückverfolgbarkeit, aus welcher Region die für die Gewinnung der metallischen Materialien eingesetzten Rohstoffe stammen, sind dabei sehr begrenzt, da ein chemischer bzw. geologischer Herkunftsnachweis nur vor der Schmelze erfolgen kann.

R. STAHL unterstützt alle Bemühungen vorbehaltlos, die eine wirksame und nachprüfbare Verhinderung und Eindämmung bewaffneter Konflikte und Krisensituationen in Drittländern zum Gegenstand haben. Hierzu hat auch der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) ein Positionspapier erstellt. Dieses empfiehlt, Lieferanten vertraglich zur Einhaltung der „OECD Leitsätze für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht (Due Diligence) zur Förderung verantwortungsvoller Lieferketten für Minerale aus Konflikt- und Hochrisikogebieten“ zu verpflichten. Diesem Ansatz folgen wir. Die Einhaltung dieser Verpflichtung wird dabei von uns mittels eines eigens hierfür implementierten Prozesses überwacht.

Der fortschreitende Wandel des Weltklimas stellt heute eine der größten globalen Herausforderungen dar. Wir nehmen unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt sehr ernst und beschränken sie nicht allein auf den bestmöglichen Explosionsschutz in den Anlagen unserer Kunden. Es wird für Unternehmen, vor allem im produzierenden Gewerbe, immer wichtiger, ihre Prozesse unter ökologischen Gesichtspunkten zu betrachten – auch für R. STAHL.

Mit unseren Dienstleistungen und Produkten, wie Schaltgeräte, Steuerungen, Leuchten und Automatisierungslösungen, unterstützen wir auf der einen Seite die Betreiber von Industrieanlagen darin, die Sicherheit im explosionsgefährdeten Bereich zu gewährleisten und so Umweltschäden vorzubeugen. Laufend entwickeln wir daher unsere Produkte und Systeme unter dem Aspekt höchstmöglicher Sicherheit weiter. Auf der anderen Seite achten wir dabei auch auf die Schonung von Ressourcen bei der Entwicklung neuer Produkte. So weisen zum Beispiel die in den meisten R. STAHL-Produkten eingesetzten LED-Leuchten einen gegenüber herkömmlichen Leuchtmitteln deutlich niedrigeren Stromverbrauch auf. Dadurch können Kabeldurchmesser verringert werden, was die Systeme insgesamt leichter und kompakter macht. Das senkt den Ressourcenverbrauch und damit die Kosten über den gesamten Betriebs- und Lebenszyklus hinweg.

Ex Nachhaltigkeit CO2 Emissionen Grafik R. STAHL

Doch Umweltschutz hört bei R. STAHL nicht bei dem Leistungsversprechen unserer Produkte und Lösungen auf. So haben wir Strukturen etabliert, um laufend die Möglichkeiten von Energieeinsparungen auch an unseren eigenen Standorten zu eruieren und Potentiale zu heben. Beispielhaft seien hier Zertifizierungen unserer Standorte Waldenburg, Weimar und Köln nach DIN EN 16247 als Schritt hin zu höherer Energieeffizienz und niedrigerem Energieverbrauch erwähnt. Diese Maßnahmen haben dazu beigetragen, den Ausstoß an Kohlenstoffdioxid in den letzten fünf Jahren um mehr als 30 % zu senken.

Einen großen Beitrag zur langfristigen Emissionssenkung leistet dabei unser hocheffizientes Blockheizkraftwerk in Waldenburg, das zum Jahresbeginn 2015 seinen regulären Betrieb aufgenommen hatte. An der weiteren Senkung unserer CO2-Emissionen arbeiten wir konsequent weiter. Während uns derzeit detaillierte und plausibilisierte Daten vor allem für unseren Hauptsitz in Waldenburg vorliegen, wollen wir mittelfristig auch die Daten zum Energieverbrauch standortübergreifend erfassen.