Ex Erfolgsgeschichten Remote IO Kontrollstationen R. STAHL

Einsatz von Remote I/O auf LNG-Tankern

Bei begrenztem Platz im Kompressor-Raum

Erdgas wird zunehmend in entlegenen Regionen gefördert und anschließend um die halbe Welt verschifft. Um dabei das Frachtvolumen optimal zu nutzen, werden an Bord von Produktionsplattformen oder Tankern spezielle Kompressoren eingesetzt, die den Energieträger kühlen und zu Flüssiggas verdichten. Für mehrere führende Hersteller solcher Systeme liefert R. STAHL regelmäßig explosionsgeschützte IS1+ Remote I/O-Stationen für die Zone 1 mit eigensicheren Signalstromkreisen. Diese Stationen sind speziell für den begrenzten Installationsplatz an den Kompressoren optimiert und erfüllen die restriktiven Anforderungen für den Einsatz auf LNG-Tankern.

Ex Erfolgsgeschichten Remote IO Kontrollstationen R. STAHL

Explosionsgeschützte Stationen mit Remote I/O für LNG-Kompressoren

Unsere Kunden sind auf die Öl- und Gasindustrie spezialisierte Maschinenbauer. Diese statten jedes Jahr dutzende große LNG-Tanker mit speziellen Kompressoren aus. Installiert werden sie unter Deck, wo das Platzangebot außerhalb der Gastanks eher knapp gehalten ist. Ein kompakter Aufbau der Maschinen – wie auch der zugehörigen Remote I/O-Stationen mit I/O-Modulen und diversen Digitalanzeige- und Signalelementen – ist deshalb Pflicht. Zudem wird für die installierte Technik angesichts der unmittelbaren Nachbarschaft zum Gas eine explosionsgeschützte Ausführung für die Zone 1 benötigt.

Unsere Kunden arbeiten seit langem mit R. STAHL als bevorzugtem Lieferanten zusammen. So beziehen sie aus einer Hand anschlussfertig konfektionierte Steuer- und Verteilerkästen mit Zone 1 Remote I/Os in auftragsspezifisch projektierten Edelstahlgehäusen in unterschiedlichen Ausführungen.

R. STAHL: EX-Geschützte Kontrollstationen mit Remote I/O für LNG Kompressoren

Das Remote I/O-System IS1+ im maritimen Einsatz

Seit mittlerweile mehr als 10 Jahren gestalten wir in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Kompressor-Herstellern und führenden Anbietern von Automatisierungssystemen Remote I/O-Lösungen für LNG-Tanker und FSRUs (Floating Storage and Regasification Unit = Tanklagerschiffe), die weltweit unter den widrigsten Umgebungsbedingungen im Einsatz sind. Die Zusammenarbeit begann meistens im Vorfeld mit umfangreichen Tests, bei denen unter anderem die von IS1+ angebotenen Vernetzungsmöglichkeiten abgewogen wurden. In dieser Phase wurde außerdem gemeinsam das besonders kompakte Systemdesign für die Stationen abgestimmt, um Platzprobleme zu vermeiden.

Neben den Engineeringtätigkeiten für die speziellen Feldstationen unterstützte R. STAHL seine Partner auch bei den Kommunikationsprotokollen, brachte bis zur Übergabe der Schiffe laufend weitere Service Leistungen ein und steht auch anschließend mit umfassendem After-Sales-Support zur Verfügung.

Die über das Remote I/O-System IS1+  eingebundenen eigensicheren Signale von Sensoren und Aktoren rund um die Kompressoren werden beispielsweise via PROFIBUS DP an das Prozessleitsystem kommuniziert. Für ein breites Spektrum an Signalarten kann die Art und Anzahl der verwendeten Module genau am Bedarf ausgerichtet werden. Durch die 8- bzw. 16-kanaligen Ex i-Module lassen sich die Stationen sehr kompakt aufbauen, was deutliche Platz- und Gewichtseinsparungen im Vergleich zu konventionellen Lösungen mit sich bringt.


Ein weiterer wesentlicher Vorteil des Remote I/O-Systems IS1+ ist die sehr einfache Erweiterung der Installation – ein Ausbau nach dem Plug-and-Play-Prinzip ist später jederzeit möglich. Alle Module können bei Bedarf im laufenden Betrieb in der Zone 1 vor Ort hinzugefügt oder gewechselt werden. Der eigensichere Prozessbus kann wahlweise mit Kupfer- oder Lichtwellenleitern betrieben und nach Bedarf redundant oder als Ring ausgelegt werden.

Dank seewasserresistenten Gehäuse-Werkstoffen, vibrationsfestem Design und Unempfindlichkeit gegenüber elektromagnetischen Einflüssen, sind unsere Remote I/O-Systeme IS1+ optimal auf maritime Anwendungen ausgelegt. Sie genügen zudem den, durch den Bordfunk bedingten, erhöhten EMV-Anforderungen. Neben 12 verschiedenen Schiffszulassungen wie DNV-GL, ABS und ClassNK kann IS1+ für den flexiblen weltweiten Einsatz viele weitere Bescheinigungen vorweisen. Die umfangreichen Schiffsprüfungen hat das System für die Zone 1 mit überzeugenden Ergebnissen bestanden – es kann nicht nur unter Deck, sondern bei Bedarf auch universell auf Deck verwendet werden.

PRAXISGERECHTES DESIGN DER STATIONEN

R. STAHL realisiert bereits seit rund 30 Jahren Installationen auf Schiffen und Offshore-Plattformen mit Remote I/O-Systemen. Das Sortiment zur Schiffsausrüstung aus eigener Fertigung umfasst neben dem IS1+-System noch zahlreiche weitere explosionsgeschützte elektrische Betriebsmittel und Gehäuse unterschiedlicher Ausführungen und Abmessungen. Die Steuer- und Verteilerkästen für die Kompressoren, die durch eine Kombination der Zündschutzarten Ex d und Ex e explosionsgeschützt sind, sind mit Leuchtmeldern, Drehschaltern, Drucktastern sowie Not-Aus-Tastern aus eigener Produktion bestückt. Optional werden auch Alarm- und Anzeigegeräte oder Vibrationssensoren anderer Hersteller integriert.


Der Aufbau der IS1+-Stationen erlaubt zunächst eine besonders einfache Installation an Bord und später eine sehr komfortable Handhabung im Betrieb. Für die Kompressorstationen werden robuste Edelstahlgehäuse in der Zündschutzart erhöhte Sicherheit "e" von R. STAHL verwendet, die Schutz gemäß IP65 (optional auch höher) gewährleisten. Diese Gehäuse lassen sich besonders einfach und platzsparend anreihen. Für einen leichten Zugang (ohne die engen Durchgangswege zu versperren) sorgen die geteilten Türen der kompakten Schränke, welche als 1-, 2- oder sogar 3-türige Varianten realisierbar sind. 

Dank hochwertiger Dichtungsmaterialien ist die eingebaute Technik zuverlässig gegen die aggressive salzhaltige Umgebungsatmosphäre abgeschirmt. So ist selbst die Befestigung der Kennzeichnungsschilder auf den Schranktüren optimiert: Die Schilder werden lediglich von außen mittels Hutmuttern fixiert. So müssen keine Schrauben neu in Bohrungen gesetzt und anschließend wieder abgedichtet werden. Der IP-Schutz bleibt unberührt.